Schlechter Hören in Sekunden: Ein Hörsturz?

Was ist ein Hörsturz?

Das Hören wird in der Regel nur auf einer Seite innerhalb von Sekunden schlechter, eventuell begleitet von Schwindel und/oder Tinnitus.

Es heißt zwar "Erst Hörsturz, dann Herzinfarkt", seien Sie aber unbesorgt, ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang besteht nicht.

Wie kommt man zu der Aussage, beides in Zusammenhang zu bringen?

Ein Hörsturz ist nach neueren Erkenntnissen kein "Notfall", sondern ein "Eilfall". Seine Behandlung sollte, wenn nicht sofort möglich, spätestens innerhalb von acht Tagen beginnen. anders bei gleichzeitigem Schwindel und/oder Tinnitus. Dabei soll die seit Neuestem empfohlene Injektion von Cortison in das Mittelohr voraussagbar zu einer Hörverbesserung führen.
In bis zu 80 % der Fälle soll sich ein Hörsturz auch ohne die o.g. Begleiterscheinungen spontan zurückbilden, also auch ohne Behandlung. Seit langem weiß man, daß keine der bisher angewendeten Behandlungen sicheren Erfolg verspricht und eine Besserung oder gar Heilung auch spontan erfolgt wäre.

Daher ist es wichtiger, sich schwerpunktmäßig um die Ursachen eines Hörsturzes zu kümmern, nämlich eventuelle Risikofaktoren!

Viele dieser Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauferkrankungen führen, werden auch mit einem erhöhten Risiko für einen Hörsturz in Zusammenhang gebracht.

Schäden, die an den kleinsten Blutgefäßen entstehen, sog. mikrovaskuläre Schäden, werden damit in Zusammenhang gebracht. Sie spielen bei der Entstehung von Hörstürzen eine wichtige Rolle. Raucher und Patienten mit Herz -Kreislauferkrankungen in der Vorgeschichte scheinen verstärkt hörsturzgefährdet zu sein.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse legen nahe, dass ein akuter, sonst nicht geklärter Hörverlust, ein sog. idiopathischer Hörsturz, die frühe Warnung für einen Herzinfarkt sein kann. Dies soll vor allem für die Altersgruppe der über 50-jährigen gelten.

Ein Hörsturz kann jedoch auch durch stressbedingte Durchblutungsstörungen der das Ohr versorgenden Blutgefäße, vom normalen abweichende Verläufe dieser Blutgefäße oder Tumore und Entzündungen ausgelöst werden.

Es werden sogar  Zusammenhänge z. B. mit Halswirbelsäulen- und Kiefergelenksproblemen vermutet.

Im Grunde sind Tinnitus- und Hörsturzdiagnostik und Behandlung identisch

Wichtig ist es also bei einem Hörsturz durch gründliche Untersuchung die Ursachen zu erkennen:

  • Hör-und Gleichgewichtsteste
  • Bildgebende Verfahren (einfaches Röntgen, Computer-oder Kernspinntomogramm der Ohren)
  • Labordiagnostik zum Auschluß von Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen (z.B. Cholesterin u.A.)
  • Ausschluß von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems
  • Stressanalyse
  • Lebensstilanalyse

Bevor Ergebnisse der o.g. Untersuchungen zur Ursache vorliegen, ist die Behandlung in der Regel auch noch nicht ursachenbezogen. In den meisten Fällen werden durchblutungfördernde Medikamente als Infusion oder Tabletten wie beim Tinnitus gegeben, in der Annahme, dass der Hörsturz in den meisten Fällen durchblutungsbedingt sei. Es gibt jedoch für eine ursachenunabhängige, sog, symphthomatische Behandlung kein Patentrezept. Dies hat sich bei umfangreichen vergleichenden Untersuchungen verschiedenster Behandlungsverfahren ergeben. Deshalb ist der Behandlungserfolg auch recht unsicher. Ein nicht unerheblicher Anteil neigt auch zur Spontanheilung, ohne jegliche Therapie, was aber nicht heißt, dass man sich auf ein therpeutisches "Nichts" verlassen sollte. Vielversprechend ist jedoch die unten beschriebene intratympanale Cortison-Therapie (ICT)

Die Klärung der Ursache des Hörsturzes und Anwendung eine möglichst ursachenbezogene Behandlung sind daher absolut wichtig und ähnlich wie beim Tinnitus.

Um das therapeutische "Nichts" zu vermeiden, erfolgt in den meisten Fällen dennoch eine symptomatische Behandlung des Hörsturzes (Erfolg nicht nachgewiesen):

Standard (bei uns nur in Ausnahmefällen auf Wunsch des Patienten)

  • Evtl. stationär oder ambulant nach Stennert (Medikamente, die die Durchblutung fördern sollen, Cortison)
  • Infusionen 2x pro Tag, je 2-3 Std.
  • 8-14 Tage
  • Nebenwirkungen möglich
  • Die Kassen übernehmen die Kosten nicht mehr

Injektion von Cortison durch das Trommelfell in das Mittelohr

  • Intratympanale Cortison-Therapie (ICT)
  • Schmerzfrei, da vorherige Betäubung des Trommelfells mit Ohrentropfen
  • Eine Hörverbesserung soll in Studien nachgewiesen worden sein

Alternative Behandlung des Hörsturzes

  • Ambulant mit Aktivsauerstoff-Therapie
  • 18 Tage
  • Keine Nebenwirkungen durch Aktivsauerstoff-Therapie
  • Lipo-Power-Kur (Infusionen mit Phosphatidylcholin als Zellmembran-Stabilisator)
  • zweimal pro Woche, 10-20 Infusionen

Zusätzlich sowohl zur Standard-als auch Alternativleistung

  • Vitamine + Q10
  • Aktiv-Sauerstoff
  • Bioresonanz-Therapie
  • Tinnitus-Retraining mittels CD

Ursächliche Untersuchung und Behandlung des Tinnitus:

Untersuchungen:

  • Stress-Check
  • Oxidativer Stress
  • Vitalitätstest
  • Ernährungs-Check
  • BIA-Messung
  • Vitamin-Check (Kollagen)
  • PO2-Messung

Behandlungen:

  • Vitamin-Ergänzung
  • Ernährungs-Umstellung
  • Gewichtsabnahme
  • Bewegung
  • Anleitung zu positivem Denken
  • Zeit-Management

Nicht alle o.g. Leistungen werden durch die Krankenkassen erstattet. Die Erstattung liegt aber im Ermessen der Krankenkassen, wenn diese Leistungen vorher beantragt werden.


 

 

 

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"Gesundheit ist die erste Pflicht im Leben"

(Oscar Wilde)